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Weisheiten um 12

Der einzige Mensch mit dem Du dein ganzes Leben lang lebst, bist Du.

Mach was drauß, dass du magst.

Sonst bist Du Dein Leben lang in schlechter Gesellschaft.

Wie Busse voller Menschen am ersten warmen Sommertag. Da sehnt sich niemand mehr, sicher der Kälte entgegen meckernd, nach mehr Wärme.

Die kleinsten der kleinsten Schulkinder drücken auf ihren Dingern rum, die Heranwachsenden und Herangewachsenen haben Stöpsel in den Ohren oder tippen ebenfalls konzentriert-genervt die wichtigsten Botschaften, um wirtschaftlich effizient zu arbeiten - versteht sich von allein. Und die Alten sind versammelt in einem 4er-Sitz und reden leise, weil sie Angst vor der schweigenden Masse an Leuten, die sie nicht kennen und die sich auch nicht vorstellen, haben.

Es ist still hier.

Nur der Bus arbeitet schwer.

Doch selbst das Orchester der fehlgeschlagenen Amortisation, die klappernden Lippen der Türen, der lose sitzende Bakterienfänger, den sie Stop-Knopf nennen, der an gerade so gut befestigten Schraubstangen "befestigt" ist; Selbst das Klappen bis ans Stammhirm wenn ein "Fenster" geschlossen wird, nichts übertönt die Stille hier.

Keiner redet.

Es sind 30 Menschen in diesem Bus. Sie mögen sich vielleicht nicht alle kennen, klar! Aber das ließe sich doch ändern. Sicher Sicher! Einfach reden!

Aber niemand redet. Naja, niemand bis auf die hin und wieder sehr sehr leise grummelnden Damen oder seufzenden Herren. Doch ihre Stimmen passen zu gut in die Tonlage des Busses und gehen unter.

Angucken ist eine Todsünde im Bus. 

Man hat nach draußen zu gucken. 

Wer das nicht tut wird verachtet. 

Haste dir ma' den Busfahrer angeguckt? Ja?! Na dann haste ja genuch Leute für Heute gesehen, oda?! Dreh den Hals um Neunzig Grad, sonst mach ich et. Un guud in Madhe war ich nie!

Niemand sagt etwas.

Ich auch nicht. 

Kurz denke ich daran zu singen. Ich drehe mich in den vollen Bus, ich stehe einen Meter hinter dem Busfahrer, das Publikum schweigt in Erwartung meiner Vorstellung! 

- Und weil ihnen der Gestank 30 reeeelativ schlechter Tage in der Nase liegt -

Ich halte mich links und rechts an den oberen Haltestangen fest, nehme einen Schritt Anlauf und mache eine Kehrtwende - die übrigens genau so weh tut wie sie immer aussieht - ich atme in den Schmerz hinein, als ich aus der halben Hocke in die hoffnungsvollen Augen derer die sich nicht selbst befördern möchten, können oder dürfen, blicke und singe:

Nichts.


 

16.5.17 00:48
 
Letzte Einträge: In meinem Kopf macht das Sinn #1, Bitchface und Brehms Supermarktleben, Auszug aus "Das Weg Ist Das Ziel", als eBook und Print erhältlich., Das ist also dieses Altern - Club 27


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